Date Like a GentleNerd

7 | Schluss mit "nett": Wie NoFap und andere Lifestyle-Hacks deine Ausstrahlung beeinflussen

Lorenz Breier, Andreas Kruisz Season 1 Episode 7

Fühlst du dich unsichtbar für Frauen und fragst dich, wie du diese unwiderstehliche Ausstrahlung bekommst, die alles verändert? 

In Episode 7 von "Date Like a GentleNerd" sprechen Dating Coaches Lorenz Breier und Andreas Kruisz darüber, warum Anziehung ein Nebenprodukt deines Lifestyles ist:

✅ Wie du so anziehend wirst, wie deine Vorbilder

✅ Mit welcher Übung du deinen Selbstwert besonders hochschraubst

✅ Was NoFap für dich wirklich bewirkt und welche Alternative es gibt

✅ Wie du deine innere Scham und andere Blockaden loswirst

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Lorenz Breier:

Herzlich willkommen bei deinem Lieblingspodcast. Wenn es um das Thema Dating und Flirten geht, bist du hier richtig. Date like a gentle nerd. Deine Gastgeber wie immer Andreas und Lorenz. Ich bin Lorenz, Andreas, ich freue mich, dass du da bist.

Andreas Kruisz:

Ja, ich freue mich auch sehr, wieder hier zu sein mit dir und gehen wir es an.

Lorenz Breier:

Gehen wir es an. Das letzte Mal haben wir darüber geredet, wie ist das, wenn ich unterwegs bin, woran erkenne ich, dass ich eine Frau ansprechen kann, beziehungsweise was für Signale schickt sie mir, damit ich sozusagen so eine Einladung bekomme, dass ich sie anspreche. Heute soll es ein bisschen darum gehen, wie schaffe ich denn das, dass ich einfach so eine Ausstrahlung entwickle, dass alle Frauen bei mir sein wollen und alle Männer sein wollen wie ich. Und jetzt interessiert mich natürlich, das Thema Ausstrahlung ist ein ganz großes, jeder zweite ist schon Charismatrainer, Ausstrahlungstrainer. Ja, mich würde interessieren, inwieweit hast du gemerkt, dass sich deine Ausstrahlung verändert hat und wie erklärst du dir das, dass deine Ausstrahlung sich verändert?

Andreas Kruisz:

Das ist eine sehr gute Frage. Zum ersten Mal, wo ich gemerkt habe in meinem Leben, meine Ausstrahlung hat sich verändert, war in der Schule, weil ich davor der klassische Streber war, Einzelschüler, gern gelernt, schlecht mit Mädels, schlecht mit Menschen generell so sehr schüchtern. Und plötzlich stand ich auf der Bühne und war Rapper. Und dieser Change, wo natürlich im Hintergrund sehr viel passiert ist, damit das für mich möglich war, hat sich für mich total richtig angefühlt. Das war quasi mein Moment, aus dem Schildkrötenpanzer hinaus zu kommen. Und da habe ich gemerkt, wow! Plötzlich, also vorher habe ich ganz viel versucht anders versuchen, probiert, and nichts hat funktioniert mit Frauen. Und jetzt musste ich nichts machen und alle wollten nur zu mir, alle Frauen. Ich habe mir dann zu meinem Peak in der Schule, was damals die Rapper-Karriere betroffen hat, konnte ich mir die Frauen aussuchen. Es war crazy. Und im Prinzip habe ich mir dann die hübscheste oder die, die mir einfach am besten gefallen hat, ausgesucht. Und die ist dann meine erste Freundin geworden. Wirklich so ist es passiert. Und ich konnte kein Dating. Und wie das dann zu Ende war, die Beziehung, konnte ich immer noch kein Tating und war dann aufgeschmissen. Aber ja, Ausstrahlung verändert was. Und vor allem, ich glaube, bei Frauen verändert das was.

Lorenz Breier:

Was würdest du jetzt sagen, wie Ausstrahlung, wie entwickelt man Ausstrahlung?

Andreas Kruisz:

Wie entwickelst du Ausstrahlung einerseits? Einerseits, es gibt, glaube ich, nur einen Weg, um Ausstrahlung zu entwickeln. Und der ist, das genialste Leben zu führen, was du dir vorstellen kannst. So auf die Art, ja. Im Sinne von, okay, du willst nicht mehr schüchtern sein oder Stille und so weiter. Du willst so sein wie deine Vorbilder in der Musik, wie deine Lieblingsrapper, okay, dann schreibst du selber Songs und stellst dich auf die Bühne. Oder, keine Ahnung, du willst nicht mehr diesen Job haben, weil der dich nicht mehr erfüllt. Der Chef ist auch komisch. Du willst irgendwie ein eigenes Business gründen. Dann gehst du diesen Weg und traust dich in dieses Risiko reinzugehen. Und all diese Entscheidungen für dich. Du kaufst dir zum Beispiel tolles Gewand, weil du dich einfach besser fühlst in deinem Körper, wenn du in den Spiegel siehst und du denkst, ach, ich schaue halt wieder gut aus. Oder du gehst trainieren, einfach nur mehr Muskeln zu haben. Und all das führt dazu, dass du deine Ausstrahlung mehr und mehr vergrößerst und nicht nach einer Strategie heraus tu das, damit das passiert, sondern aus dem heraus, ich will halt, ich will so ausschauen, ich will das haben in meinem Leben, ich will so sein, aus dieser Energie heraus. Und das steckt sie in deiner Ausstrahlung dann wieder.

Lorenz Breier:

Damit ziehen wir auch ein bisschen so eine Schleife zu unserem ersten Podcast, wo es auch darum im ersten Schritt ging. Ja, schau mal, dass du überhaupt selber ein Leben führst, wo du Bock drauf hast, was dich begeistert halt, und dann sehen das halt auch Frauen, diese Begeisterung. Und ein Buch, was mich sehr geprägt hat, das heißt Männlichkeit Leben. Auch da geht es auch darum, wie komme ich in diese männliche Polarität hinein, in diese maskuline Energie. Und er sagt, ein Mann hat die Fähigkeit, mit Spannung umzugehen. Der kann auch seine, der kann seinen Mund kontrollieren und alle anderen Körperöffnungen auch. Sozusagen. Also sonst ist man ein Baby. Und das habe ich spannend gefunden, wenn man mal drüber nachdenkt. Weil er sagt auch, der höchste Wert, den ein Mann haben kann, ist Freiheit. Die Unabhängigkeit. Und ich habe das jetzt einmal so ein bisschen weitergedacht: die Unabhängigkeit von Social Media, ja. Zu sagen, ich bin nicht süchtig, sei es jetzt, und wir sind so viele Leute, die Zigaretten sind, weil sie diese Spannung nicht aushalten, in ihrem Körper zu sein und sich eigentlich ihren eigenen Themen zu stellen, sozusagen. Weil sie ständig diese Spannung sozusagen releasen, ja, oder wie sagt man da auf Deutsch, ja? Auflösen. Auflösen wollen. Und die lösen das auf durch Fernsehen, durch irgendwelche Ablenkungen, durch Social Media, durch all das, anstatt dass man mal innehält. Und wenn ich mich auch an mich selbst zurückerinnere, also dann muss ich mich selber gar nicht aufnehmen, wenn ich mich mit 19, 20 oder so, ich habe keinen Moment still sitzen können. Also fünf Minuten zu meditieren, war für mich schon so ein Horrorkramp. Deswegen schlägt er halt auch vor, um sozusagen diese Spannung zu üben, kann man zum Beispiel in den Verzicht gehen. Und das habe ich jetzt Anfang dieses Jahr gemacht, dass ich gesagt habe, ich tue bewusst verzichten. Also, und das machen ja in manchen Religionen ist Fasten ganz üblich und der Verzicht auch üblich. Und insofern habe ich aber noch nie so viel verzichtet, weil ich so eine Motivation gehabt habe. Weil ich gemerkt habe, ich möchte in diese maskuline Energie reinkommen, in diese auch Freiheit, Nein zu sagen zu Zigarette, Nein zu sagen zu Alkohol, ich bestimme mein Leben selbst. Und diese Selbstbestimmtheit gibt auch eine unglaubliche Kraft. Und so habe ich dann auch gesagt, ich mache jetzt mal so eine Masturbations-Diät oder No Fat, wie es auf Englisch heißt. Und das ist ein Wahnsinn. Also wie sich da meine Ausstrahlung verändert hat und wie ich auf einmal so viel mehr Energie habe, mehr die Dinge zu machen, auf die ich Bock habe. Mein Training ist viel besser geworden. Also, das sind so Sachen, die man sich mal überlegen kann, ob man, vielleicht hörst du das gerade und denkst dir auch, hey, das wäre so eine Sache, wo ich sage, da verzichte ich jetzt mal drauf. Und schau mal, wie das deinen Energielevel beeinflusst, weil deine Energie halt auch kostbar ist. Und dann hast du ein anderes Energielevel, dadurch, dass du die Energie nicht sozusagen nach draußen ständig released, nicht auflöst, sondern bei dir behältst, sozusagen ist ja auch sozusagen beim Masturbieren ähnlich. Du behältst die Energie bei dir und tust du nicht nach außen tragen. Und so hast du so viel Energie, die du für was anderes nutzen kannst. Und dann ist es auf einmal viel leichter zu sagen Nein zur Zigarette und eine ganz andere Disziplin und eine Wachheit entsteht im Kopf. Also wer es noch nicht ausprobiert hat, dem würde ich es ans Herzen raten. Und bei manchen Sachen ist es natürlich leichter, manche sagen, na gut, ich beginne einmal leicht mit der Schokolade oder so. Aber auch da zu sagen, ich esse nicht so viel, zum Beispiel, ich tue mir nicht jeden Tag das süße Zeug reinballern oder so. Das wäre halt Dopamin, Auflösung von Spannung ständig. Und da gibt es noch ganz andere Möglichkeiten, wie man das mal leicht einfach beginnen kann. Für mich ist gerade die Challenge, nicht so viel fernzusehen, weil es gibt einfach viel zu viele gute Serien oder ich liebe es halt auch Serien und Film und sich dann nicht darin zu verlieren. Ja, also ja, so will ich einmal zu sozusagen, was für Möglichkeiten es gäbe, um seine Ausstrahlung zu heben und auch seine Energie, sein Energielevel zu heben.

Andreas Kruisz:

Ja, ich würde da, ich unterschreibe das alles, was du gesagt hast, Lorenz. Es ist diese Ausstrahlung für eine Frau ist oft auch das Gefühl, wenn sie dich ansieht, dass du dein Leben in der Hand hast. Dass du weißt, was du willst, dass du dem nachgehst, was du willst. Und das erzeugt dann eine sehr, sehr anziehende Ausstrahlung für sie. Und es ist unglaublich, aber ein Thema wie Pornos, was das ausmacht für die eigene Ausstrahlung gegenüber Frauen, das ist nicht zu unterschätzen. Und ich habe lustigweise genau die gleichen Erfahrungen gemacht wie du, weil ich habe nichts verändert. Und teilweise habe ich wirklich Experimente gemacht damit, weil ich ein kleiner Wissenschaftler bin in meinem eigenen Leben. So Experimente gemacht. Wie ist es, wenn ich jeden Tag mir Pornos schaue und mir einen runterhole? Wie funktioniert das Dating da? Wie fühle ich mich da? Und wie ist es, wenn ich zum Beispiel jetzt ein Monat keinen Porno geschaut habe, mich nicht berührt habe in keinem Weise so, wie ist es da? Und ohne Scheiß, ich habe nichts verändert und gemerkt, dass wenn ich nicht abhängig bin von Pornos, dass ich plötzlich anders auf Frauen wirke, dass die plötzlich viel lieber in meiner Nähe sind und ich auch ein größeres Selbstvertrauen habe, in mir drinnen, irgendwie eine größere Männlichkeit als vorher, als wenn ich quasi in dieser Abhängigkeit and this not in my control, wie es halt so ist. Es ist so ein kleines Ding, was sollen das schon machen? Ich verspüre jetzt den Drang, natürlich schaue ich mir das jetzt an, was ja egal. But this kleine Ding macht so viel kaputt, was deine Ausstrahlung betrifft. Es ist unglaublich, aber ich kann selber nicht glauben, dass das echt so einen Effekt hat. Aber glaub's, glaub's mir, glaub's uns. Probier es aus, wenn du es nicht schon mal ausprobiert hast, and vertraue auf die Erfolge, die da kommen werden. Es ist so wichtig, da wegzukommen von dem. Und damit meine ich gar nicht, so überhaupt dir nie wieder einen runterzuholen, irgendwas Sexuelles im Kopf zu haben, so komplett frei zu sein. Da geht es gar nicht darum, sondern frei zu sein von diesen Pornos, von diesen Seiten, die dich reinziehen und eine Stunde oder zwei vergehen, und du verstehst gar nicht, wo du da gelandet bist, sondern wenn du einfach eine Lust verspürst oder irgendwie so, ah, das wäre jetzt schön, dann mach's ohne einen Porno. Mach's leg dich aufs Bett und spiel mit deinem Körper auf eine Weise, in der du ganz präsent bist und das wirklich genießen kannst. Weil wenn du das so handhabst, hat das einen Meinung nach sogar positiven Effekt auf deine Ausstrahlung als Mann. Das ist nicht vergleichbar. Das heißt, ich würde da sehr, sehr raten, das mal auszuprobieren. Wenn du nicht ganz drauf verzichten kannst, dann machst du zumindest ohne Pornos. Aber das macht so einen riesen Unterschied.

Lorenz Breier:

Das Problem der Pornos ist auch, wie viele Männer leiden an vorzeitigem Samenerguss, kommen viel zu früh als die Frau. Ja, und sind da so general zielorientiert rein und fühlen sich einfach sexuell frustriert, obwohl sie eine Partnerin haben oder obwohl sie Sex haben, aber der Sex bringt es einfach nicht. Und wenn man sich da die Pornos wegnimmt und wieder Gefallen, eine Freude, eine echte Wertschätzung an der weiblichen Schönheit findet, wie viel Muse in das Ganze auch reinkommt. Weil du dann eine Frau ganz anders anfasst, wenn du da eine Langsamkeit reinbringst.

Andreas Kruisz:

Total. Es kommt ganz darauf an, was für eine Art von Porno. Weil nicht jeder ist gleich. Es gibt zum Beispiel auch so von Frauen produzierte Pornos, wo eine Frau quasi Regisseurin ist oder so, und die sind oft ganz anders, auch von dem Tempo und irgendwie auch von der Geschichte oder was gezeigt wird als die klassischen, wo normalerweise ist ein Porno sogar so getimed, dass es zur Handbewegung passt. Ich weiß nicht, ob du das schon mal gehört hast. Es ist wirklich alles darauf ausgelegt, dich so süchtig zu machen, wie nur möglich. Anstatt einfach auch etwas Schönes zu porträtieren, Sex in einem Kontext von Schönheit, von Sicherheit, wo man was vielleicht daraus mitnehmen kann, was lernen kann. Ah, so könnte ich sie anfassen oder das könnt ihr gefallen und so, dass man es auf diese Weise auch betrachtet. Aber das ist mit normalen Pornus nicht möglich, meiner Meinung nach.

Lorenz Breier:

Ja, diese normalen Pornus, die konditionieren ja auch einem ständig dazu, mit es muss schnell gehen, zack, zack, zack, ja. Also das nimmt das alles raus. Und wenn du dann halt die hunderttausend Male einen dazu runterholst, sozusagen, zu den schnellen Bildern, dann dass dann die ganze Muße und die Freude und das Echte, aber auch irgendwo verloren geht, ist eh klar. Und wenn das dann noch irgendwelche Bilder sind oder von Frauen sind, die total idealistisch sind, hergerichtet sind, sage ich jetzt einmal liebevoll, wo alles, es gibt ja auch so Interviews von so Pornodarstellerinnen und Darstellern, die dann erzählen und sozusagen, wie das dann so ist. Und sie sagen, dass für die, dass Sex halt bei der Arbeit was ganz anderes ist. Weil dann bei dem Sex muss es dann halt dem Zuschauer oder der Kamera gefallen, aber natürlich nicht ihnen. Also denen macht das selber teilweise. Es ist halt mehr Schauspielerei als echtes Vergnügen.

Andreas Kruisz:

Gelche Arbeit.

Lorenz Breier:

Und sozusagen. Arbeit. Also auch interessant, dass man sich das als Arbeit nimmt, sozusagen. Und das finde ich auch spannend, jetzt habe ich mit einem anderen Klienten zum Thema sexuelle Charme geredet. Der hat halt erzählt, dass er, der ist halt ziemlich religiös aufgewachsen und da ist halt die Sexualität auch sehr verteufelt worden, sozusagen. Also mich würde interessieren, was für Erfahrungen hast du damit gemacht? Hast du das bei deinen Klienten auch schon einmal gehört, dass die da einfach sagen, okay, na, also ich darf ja keine, also gerade wenn es darum geht, zum Beispiel einen sexuellen Augenkontakt zu machen, also ich fühle mich schlecht dabei, jetzt diesen sexuellen Augenkontakt zu machen, weil ich möchte nicht, dass die Frau mitkriegt, dass ich sie anbaggere, als ob sie es nicht eh wissen würde, ja. Also wenn du auf sie zugehst und mit dir redest.

Andreas Kruisz:

Ja, ich habe das auch mitbekommen, dass es nicht nur aus eigener Erfahrung, ich bin auch in einem sehr religiösen Haushalt aufgewachsen, katholisch. Und da auch irgendwie so ein sexuelles Charmefühl mitbekommen zu haben, dass es irgendwie, ja, jetzt nicht okay, keinesfalls vor der Ehe und so weiter, so extrem war es bei mir nicht, aber dass es, dass man aufpassen muss, dass es nicht okay ist, das offen zu zeigen oder keine Ahnung, was du sagst. Und das hat dann mit mir, was hat das mit mir gemacht? Das hat mit mir gemacht, dass ich mich zurückgenommen habe und mich selbst schon am Anfang aus dem Spiel genommen habe, bevor noch sie mich irgendwie mich aus dem Spiel nehmen konnte. Weil mir das unangenehm war und ich wollte es auf keinen Fall irgendwie zeigen. Und dann kam die Friendsone, das war der logische Schluss, oder eben einfach Misserfolge. Und spannenderweise war das ein Client von mir, der auch so ein Thema hatte. In seiner Beziehung, in seiner vorherigen, haben sie das so gelebt, dass sie eigentlich nie Sex hatten, weil beide so religiös waren, dass das absolut nicht möglich war für sie in dem Kontext. Aber er wollte unbedingt schon, weil er konnte diese Gefühle nicht so unterdrücken, nicht so gut wie sie, und daran ist die Beziehung dann oft zerbrochen im Endeffekt. Und dann habe ich ihm da geholfen, rauszukommen aus diesem engen Korsett, was diese Religion mit ihm gemacht hat, im Dating-Kontext heraus. Und plötzlich hat er das so leben können, wie er sich immer erträumt hat und wie sie es immer richtig angefühlt hat. Und ich habe mir gedacht, wow, so ein Leben wie er, das will ich haben. Darum habe ich mich dann von ihm eben coachen lassen. Danach, nachdem er seine Freundin gefunden hat, die immer noch zusammen ist, das ist eine wunderschöne Geschichte. Und ja, und habe ich gelernt, mich nicht mehr zurückzunehmen und nicht mehr zu mir Nein zu sagen, sondern erst wenn die Frau zu mir Nein sagt, dann nehme ich mich zurück. Was jetzt Sexuelles betrifft, sexuelle Spannung, sexuelle Eskalation, ja, immer so einen Schritt weiter. Oder auch über Sex zu sprechen während dem Date oder so, ja, war auch für mich eigentlich ein absolutes No-Go. Genau. Aber es ist oft so, dass die Religion halt bestimmte Sichtweisen hat zu dem Thema. Und wenn du spürst, dass dich diese Sichtweisen irgendwie negativ beeinflusst, aber die Religion an sich ist etwas, eine wunderschöne Praxis, die du beibehalten willst, dann kannst du dir überlegen, okay, wie kannst du diesen Bereich für dich so modeln und formen, dass es besser zu deinen Träumen und Wünschen und deinem Körpergefühl passt, was du hast und was du erleben willst. And für dich einen Weg finden, dass das okay ist. Weil sonst wird es schwierig, sonst bewegst du dich immer in so einem engen Korsett. Und diese sexuelle Ausstrahlung oder diese Spannung und Energie, die notwendig ist für Anziehung, die kommt sonst nicht auf, wenn du so eine Blockade hast in dem Bereich. Und das aufzulösen ist manchmal ein schwieriger Prozess, weil ein Prozess, der sehr, sehr lohnenswert ist.

Lorenz Breier:

Was würdest du sagen, was war für dich so die Nummer eins Erkenntnis sozusagen in dem Coaching, wo du gecoacht worden bist?

Andreas Kruisz:

Ja, das war die Nummer eins Erkenntnis, dass ich mich nicht mehr rausnehme und vorher zu mir Nein sage, bevor sie zu mir Nein sagen konnte. Weil früher war das für mich ganz normal, dass man sich ja nicht küsst beim ersten Date, das ist nämlich zu früh. Maximal beim zweiten, so schauen wir mal, wie sehr es funktioniert. Und dann habe ich das umgeändert. Und mein Client, der mich da gecoacht hat, monatelang eigentlich hat mir wirklich das eintrichten können, bei jedem Date zu schlafen. So beim ersten Date. Beim ersten Date immer sex. So, das ist das Herangehensweise, das Ziel. Wobei, natürlich, wie wir schon besprochen haben, du gehst nicht rein, damit du die Schafzüge so machst, damit sie dann bei dir im Bett legt. Natürlich nicht. Aber du nimmst dich vorher nicht aus dem Ring, bevor es klar ist, eine finale Entscheidung, nein, heute gehen wir nicht miteinander ins Bett. Und nur diese eine Change, Mindset-Change eigentlich, mehr nicht, hat dazu geführt, dass ich wirklich bei den meisten Dates mit ihr dann im Bett gelandet bin. Und das war für mich so, wow! Wirklich ein Game Changer. Und ich habe nichts geändert an meiner Persönlichkeit. Ich war immer noch sehr zuvorkommend, sehr positiv und alles. Aber ich habe, ich habe den Move gemacht und wollte sie küssen und habe sie geküsst. Ich habe den Move gemacht, dass wir über Sex reden, gleich beim ersten Ted. Ich habe den Move gemacht, dass wir zu mir gehen. Ich habe den Move gemacht, dass wir uns ausziehen und in den Bett landen. And all these moves habe ich einfach nie gemacht, weil ich zu viel Angst davor hatte. Aber gemerkt, ich weiß worauf du anspielst. Ich habe gemerkt, dass ihr das sogar gefällt, dass ich diese Moves mache. Und wenn sie nicht gefällt, dass sie mir das ja sagt, und dann gehe ich wieder ein paar Schritte zurück. Und nur so, wie es für sie angenehm und sicher und gut ist. Aber es ist unglaublich, dass dieses Mindset, auch von der Religion, von anderen Einflüssen, wo auch immer das herkommt, dass das echt so und so torpedieren kann.

Lorenz Breier:

Also diese auch zum Thema sexuelle Energie und sexuelle Spannung auch noch. Inwieweit hast du gemerkt, dass, also wenn man sich jetzt sozusagen so ein Date vorstellt, würdest du sagen, dass du diese sexuelle Energie, diese sexuelle Spannung immer mehr aufbaust, sozusagen über das Date? Oder würdest du sagen, ist das eher sowas wie eine Welle, was sozusagen ein bisschen mal mehr ist, mal weniger? Oder würdest du sagen, das hebt an über das Date und dann wird das immer mehr und dann sagt man, okay, jetzt fahren wir nach Hause? Oder ist es ein, eben wie du auch jetzt mal die Pool-Metapher gebracht hast, mit ich habe da dieses Pool und ich habe halt diese total sympathischen, herzlichen Vibe sozusagen. Nur, die jetzt die gelbe Farben haben, aber wenn ich immer nur diese gelbe Farbe nehme, dann fehlt die sexuelle Energie und deswegen nehme ich die rote Tube, die jetzt sexuell ist und dann tue ich das gleichzeitig. Ist es für dich gleichzeitig oder ist es, wie spielst du damit? Was ist deine Erfahrung damit?

Andreas Kruisz:

An und für sie ist das schwer in Worte zu fassen, ja, im Sinne von okay, eine Strategie oder Schritt-für-Schritt Anleitung dazu machen, weil es halt so ein dynamischer Tanz ist miteinander. So ein dynamischer sexueller Tanz, der eigentlich mit der ersten Begegnung stattfindet, aber vor allem dann beim ersten Date dann voll zum Tragen kommt. Und was ich sagen kann, so als grundsätzliches Prinzip ist es wichtig zu wissen, was willst du before du noch toch date gehst. Was ist so deine Intention, dir so ein Ziel für dich zu setzen? Ich will zu mir nach Hause. Was auch immer, dass du so ein Ziel hast, eine Intention, und dann als zweites Prinzip dem eben nachzugehen und ein unsicheres Nein eben nicht zu akzeptieren. Was will ich damit sagen? So wie wir letzte Episode gesagt haben, Menschen lügen mit Wörtern, aber nie mit ihren Handlungen. Und das gilt für Frauen eben auch. Das heißt, sie sagt zwar, das finde ich jetzt nicht gut, aber bewegt sich vielleicht mein Körper dann doch zu dir hin irgendwie. Oder dass ihre Worte zwar das eine sagen, die Handlungen was anderes. Und du hörst quasi nur auf die Handlungen. Sagt sie, nein, das will ich nicht, und bewegt sich weg auch von dir, will mehr Space haben, dann ist es für dich ein Zeichen, jetzt bist du zu weit gegangen. Sagt sie nur, ich weiß nicht, ob ich dich jetzt küssen will, aber ist mit ihrem Körper immer noch sehr nahe bei dir oder geht vielleicht sogar noch ein Stückchen näher zu dir, dann ist es eher ein Zeichen von, ah, sie ist zu schüchtern. But ich glaube, sie hätte es gern, nur traut sie sich vielleicht nicht. Und dann kannst du mit dieser Information arbeiten, dass du vielleicht ein bisschen vom Gas gehst, aber trotzdem in die Richtung weitermarschierst. Und damit schaffst du es aus einem Date immer mehr etwas sexuelleres zu machen, und diese sexuelle Spannung hochzuhalten und weiter aufzubauen. Dann passiert das, was eben passieren soll. Und es ist okay, wenn du mit ihr eben nicht zu dir nach Hause gehst, auch wenn das dein Ziel ist. Weil wenn du das auch so kommunizierst mit deinen Handlungen, ja, und nicht nur mit deinen Worten, dann findet sie das umso schöner, dass sie dir wirklich vertrauen kann, und dann auch beim zweiten Date wahrscheinlich ihren besten Stringtanger für dich anzieht. So oft ja.

Lorenz Breier:

Braucht natürlich wieder ein Feingefühl, wie du das beschrieben hast, und auch diese Wahrnehmungsschärfe und Genauigkeit, dass ich dann sehe, okay, da läuft's und da ist wirklich ein Ja, ein Ja und da ist es vielleicht so eine Unsicherheit und ein Nein, meint aber eigentlich ein Ja. Da wird man ja heutzutage schon, muss man schon vorsichtig in den Formulierungen sein, sozusagen. Aber ja.

Andreas Kruisz:

Ja, das ist auch ein Thema. Also, das müssen wir in einer eigenen Podcast-Folge auch aufmachen, dieses ganze Thema, was machst du da beim ersten Date mit dieser sexuellen Spannung und wie funktioniert das? Aber dieses, ich merke, viele, viele Männer sind so, sie haben Angst davor, eben diesen Weg zu gehen und zu sexuell zu wirken, weil eben all diese Themen von dieser, so Feminismus und was man halt so gehört hat, von Wahnsinn. Nicht schlimmen Geschichten, die Frauen auch zugestoßen sind und wo wirklich etwas verändert werden muss, in der Hinsicht, dass Männer Frauen wirklich diese Sicherheit endlich geben, die sie verdient haben. Aber diese Sicherheit, die Frauen sich wünschen, hat nichts damit zu tun, dass ein Mann sich jetzt zurückhalten muss und quasi sich nicht mehr ausdrücken kann, wie er sich einfach ausdrücken will. Viele haben so Angst davor. Aber in Wirklichkeit, also so wie ich das sehe, ist es, wenn du immer ein Fundament von Sicherheit und Respekt und Ehrlichkeit hast, in all deinen Handlungen und auch Worten, die du setzt, dann will sie deine sexuelle Spannung, deine Männlichkeit und dann will sie, dass du Moves machst. Sie will nur nicht, dass sie ausgebeutet wird. Und niemand von uns will, dass man ausgebeutet wird. Und darum geht es im Endeffekt. Das heißt, dass Männer jetzt mundtot sind, was ich so merke, das hat damit eigentlich gar nichts zu tun und dürfte eigentlich nicht sein. Ich habe da überhaupt noch keinen Gedanken daran verschwendet, dass eine Frau jetzt zu mir sagen könnte, ah, ich bin jetzt einen Schritt zu weit gegangen, jetzt rufe ich die Polizei oder irgend sowas, weil ich das nicht mache. Ich mache nur was, wo ich weiß, es ist Sicherheit da, dass sie jederzeit sagen kann, nein, das will ich wirklich nicht. Und sie meint es auch so. Und dann hat sie den Space, wieder für sich zu sein und ich gehe weg, ja. Und mit so einer Herangehensweise, ja, dass sowas wollen Frauen und das lieben Frauen und dann lieben sie auf und ihr geführt zu werden. Aber da müssten wir in einer eigenen Episode drüber reden. Das ist so ein tiefgreifendes Thema in der heutigen Gesellschaft, denke ich.

Lorenz Breier:

Das können wir ja dann vielleicht in der nächsten Episode anreißen. Noch so final words, was würdest du sagen, was ist jetzt so die Abschlussübung, die unser Zuhörer heute machen kann und ausprobieren kann zu Hause?

Andreas Kruisz:

Für diese sexuelle Ausstrahlung hab ich, oder Ausstrahlung generell, kannst du das verbinden mit der Augenkontaktübung von letzten Mal? Dass wenn du jetzt durch die Straßen gehst und jemanden in die Augen siehst, okay, hast du hoffentlich schon mal probiert und bist immer besser darin, dass du das kombinierst mit einer Präsenz zu beobachten, wie du denkst, was für Gedanken du hast, wenn dich Menschen anschauen. Manchmal, wenn uns Fremde anschauen, haben wir eher negative Gedanken im Kopf, wie ich fühle mich jetzt unwohl, oder habe ich heute was Komisches angezogen, oder habe ich was im Gesicht, das nicht bemerkt nach dem Essen oder so. Und all diese Dinge, die du umdrehen könntest, im Sinne von einer positiveren, männlicheren, selbstbewussteren Ausstrahlung zu, die Person schaut mich an. Ich glaube, heute schaue ich es echt gut aus. Ich habe super, super gewandert an, ich fühle mich wohl, anscheinend schaue ich auch gut aus, wenn mich Leute anschauen. Ja, ja, ich war gestern beim Frisör, na klar, super Frisur haben wir gemacht. Alle schauen mich an und ich glaube, ich falle dir, bla bla bla. All diese positiven Gedanken im Kopf, die dann dazu führen, dass deine Ausstrahlung positiver und selbstbewusster wird. Gleichzeitig.

Lorenz Breier:

Gut. Dann in diesem Sinne verabschieden wir uns. Andreas, es war mal wieder ein Volksfest. Vielen Dank. Ich genieße sehr den Austausch und bin gespannt, welches Thema wir nächstes Mal anreißen werden. Vielleicht eben auch gerade das gesellschaftliche Thema. Vielleicht werden wir aber auch wieder ein bisschen mehr in die Inhalte gehen. Jedenfalls immer genug Praxisinhalte für dich auch dabei. Ich hoffe, wir können dich da draußen inspirieren, motivieren, dein Tatingleben leicht und einfach zu verändern und rauszugehen und auf Frauen zuzugehen. Und dir zu zeigen, es ist simpel, du kannst es und du machst auch die Übungen.

Andreas Kruisz:

Danke, Lorenz. Es war mir eine totale Ehre, wieder halt mit dir hier zu sein. Und ich freue mich jedes Mal, diesen Podcast aufzunehmen. Ich freue mich jedes Mal, diese Geschichten auch dir als Zuhörer zu erzählen. Und ich hoffe, du nimmst diese Übungen her und probierst sie aus in einem Alltag, weil das wird dein Datingleben verändern. Das ist so ein Game Changer. Lorenz, danke und danke auch fürs Zuhören und ja, kannst kein warten, bei der nächsten Episode da zu sitzen.

Lorenz Breier:

Bis zum nächsten Mal. Bis dann, ciao.